Eine fortschreitende Erkrankung, die bei vielen Rassen beobachtet wird. Verantwortungsvolle Züchter lassen ihre Zuchttiere testen und nehmen keine Verpaarungen vor, bei denen mit betroffenen Nachkommen zu rechnen ist. Allerdings muss bei einem als betroffen getesteten Hund DM -/- die Krankheit nicht auftreten. Aber bisher waren alle erkrankten getesteten Collies -/-. Tatsächlich gibt es Hinweise, dass auch Erbträger – DM +/- – erkranken können, wenn auch später einsetzend und nicht so heftig.
Die Krankheit macht sich in fortgeschrittenem Alter, man sagt so ab 8 Jahre, durch Lähmungserscheinungen der Hinterhand bemerkbar und schreitet unweigerlich fort. Da die Hunde keine Schmerzen haben – ein klarer Hinweis auf DM, andere ähnliche Erkrankungen sind immer mit Schmerzen verbunden -, können sie eine Zeit lang im Rollwagen und mit einigen Hilfen noch ein recht gutes Leben führen. Zeigt ein Hund schleifende Hinterpfoten oder gar Lähmungserscheinungen und der Test ist -/- unterstützt das die Diagnose. Ist der Test negativ, der Hund also +/+ getestet, hat er entsprechend des Gentests, der von der Universität von Missouri entwickelt wurde, kein DM.
Ein ausführlicher Bericht der Universität Gießen, der Collie Health Foundation, allerdings in englischer Sprache.
Nachweis von DM auf SOD1 beim Collie japanische Studie 2016, veröffentlicht in The Journal of Veterinary Medical Science, The Japanese Society of Veterinary Science.