Können natürliche Fette im Blut neue Hinweise bezüglich Epilepsie beim Hund enthüllen? 

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Die AKC Canine Health Foundation informiert über neue Ansätze, die es zu erforschen gilt. Sie gibt Gelder für weitere Forschung an Dr. Go Togawa at the Virginia-Maryland College of Veterinary Medicine at Virginia Tech. 

Dr. Togawas Forschung konzentriert sich auf idiopathische Epilepsie, also Krampfanfalle ohne feststellbare Ursache. Er sucht nach Antworten auf die noch offenen Fragen zu gesunden Fetten. Bei Mensch und Hund spielen Fette aus der Ernährung einschl. Omega-3 Fettsäuren eine bedeutende Rolle für die Gehirngesundheit. Frühere Studien deuten darauf hin, dass Omega-3 Fette in der Ernährung dazu beitragen, das Krampfgeschehen zu reduzieren und sogar das Risiko von Epilepsie selbst verringern könnten, wenn es in frühem Alter verabreicht wird.

Jedoch wissen die Forscher bis heute nicht, welche Hunde höchstwahrscheinlich davon profitieren oder ob natürliche Omega-3 Level im Blut mit der Heftigkeit der Anfälle oder dem Erfolg einer Behandlung zusammenhängen. Dr. Togawas neuste Arbeit zielt auf Antworten zu diesen Fragen, die helfen können den Weg für mehr personalisierte Herangehensweise über die Ernährung beim Management der Epilepsie zu ebnen. 

Geben Blutfette Hinweise auf Anfallskontrolle?

Die Studie fokussiert auf langkettige Fettsäuren, einschl Omega-3, die im Blut zirkulieren. Dr. Togawas Team will herausfinden, ob Unterschiede in diesen natürlich vorkommenden Fetten mit der Kontrolle der Anfälle und entsprechender Behandlung zusammenhängen.

Diese Fettsäuren werden als potentielle Biomarker untersucht, messbare Anzeichen im Körper, die Hinweise zum Verlauf der Krankheit geben können. Letztlich könnte diese Forschungsarbeit zu einem einfachen Bluttest als objektivem Biomarker bei der Behandlung führen.

Die Arbeit kann ebenso dazu beitragen zu klären, wie die Ernährung des Hundes mit der Art, wie sich die Epilepsie entwickelt und fortschreitet zusammenhängt. 

Hier der Originalbeitrag des AKC

Hoch interessant! Epilepsie beim Collie inbesondere ist ein Thema, das uns schon intensivst in den 1960er und 1970er Jahren beschräftige. Es wurde eine Doktorarbeit darüber geschrieben und intensiv in Gießen an Collies geforscht, auch um die Erblichkeit zu klären. Die gesamten Unterlagen der Züchter Regner und Schaumann liegen bei mir, ebenso Korrespondenzen mit Dr. Haines, der sich für den CCofA mit dem Thema befasste. Er analysierte alle Ahnentafeln unserer US-Importe und schrieb auf, welche Hunde Epilepsie vererbt hatten oder selbst Epileptiker waren. Wir waren damals so naiv zu glauben, mit dem Outcross in amerikanische Linien die Lösung gefunden zu haben. Es war tatsächlich ein riesiges Glück, dass der 1. Import – Romulus of Heather – nach seiner Ansicht keine Hinweise auf Epilepsie in seiner Abstammung zeigte. Bei späteren Importen war das anders. Wir waren so naiv zu glauben, in den USA wäre Epi kein Thema, nur weil wir es nicht wussten. Als Mitglied des CCofA und Abonnent der Colliezeitschriften stieß ich dann natürlich auf das Thema und korrespondierte mit Dr. Haines.

Da ich damals so eine Art „Breed Archiv“ auf Papier, will heißen große Ahnentafelsammlung besaß, waren diese bei der Gießener Arbeit sehr hilfreich – und ich auf diese Weise von Anfang an involviert. Der Rasseclub wollte von alledem nichts wissen, auch diese Korrespondenzen sind noch da… eine lange Geschichte, die noch geschrieben werden muss…

Jedenfalls ist Epi immer ein heißes Thema, weil die Krankheit für alle Beteiligten nur furchtbar ist. Und so sprach ich auch mit Angela Harvey, Wicani Collies, vor längerer Zeit über das Thema und sie sagte mir, dass sie immer wieder von Besitzern epileptischer Hunde angesprochen wurde und ihr Rat einen hohen Fettanteil und sehr wenig Kohlenhydrate zu füttern, tatsächlich geholfen hätte. Details dazu weiß ich nicht. Das fiel mir, als ich den obigen Beitrag las, wieder ein! Praxis vor Forschung! Umso gespannter sind wir auf die Ergebnisse der Arbeit.