Ende 2025 wurde die IHA gegründet: Innate Health Assessment for Dogs. Diese Einschätzung angeborener einschränkender gesundheitlicher Merkmale soll den lokalen Behörden helfen festzustellen, ob Zuchthunde den Standards unter Schedule 6 der LAIA Gesetzgebung entsprechen.
„Innate Health“ beschreibt die Fähigkeit des Hundes seine natürlichen Funktionen und Verhaltensweisen auszuleben, wie es jeder normale Hund können sollte – herumrennen, frei atmen, normal fressen, mit den Augen blinzeln, mit der Rute wedeln und sich auf natürliche Weise fortzupflanzen. Ein gesund geborener Hund kann diese Funktionen alle ohne Einschränkungen erfüllen.
Lizenz für kommerzielle Züchter
In England brauchen kommerzielle Züchter von Gesetzes wegen eine Lizenz (LAIA), die sie verpflichtet, nur Hunde für die Zucht zu halten, bei denen „vernünftigerweise damit zu rechnen ist, dass aufgrund ihrer Genetik und ihres Aussehens oder Gesundheitszustands die Zucht keinen nachteiligen Effekt auf Gesundheit oder Wohlergehen hat.“ Es gibt noch keine Gesetze, die nicht kommerzielle Züchter betreffen. Deshalb ist es den nicht-kommerziellen Züchtern selbst überlassen, welche Hunde sie einsetzen. Die IHA hofft nun, dass verantwortungsvolle Züchter sich trotzdem daran halten und man hofft auch, dass sich die Regeln auf alle Züchter – ob Hobby oder kommerziell – ausweiten werden.
Regelwerk

Die IHA hat nun in Zusammenarbeit mit dem Royal Kennel Club und einem Team von Fachleuten aus der Vet. Medizin ein Regelwerk erstellt, das es den Behörden und den Welpenkäufern leicht machen soll zu beurteilen, was gesund ist oder nicht.
Die Veröffentlichung verursachte helle Aufregung in Züchterkreisen… wenn das nun Gesetz für alle wird, was wird dann aus all den tollen Showsiegern?? Und muss man befürchten, dass man bei kommerziellen Züchtern gesündere Hunde kaufen kann??? Kann dann ein Hobbyzüchter seine Hunde noch ebensogut verkaufen??? Nun, wir haben mit dem Collie Glück, für ihn kommt von den div. Merkmalen „nur“ Merle in Betracht, das zunächst auf die Negativliste kam.
Merle Kriterien zurückgeschraubt
Nun hat die IHA ihre Merle-Kriterien zurückgeschraubt. Das beweist, dass die Regeln der IHA ein lebendiges Werk sind, das ständig den neusten Erkenntnissen angepasst wird.
Aufgrund von Nachweisen und der Hinzuziehung von Züchtern und dem Royal Kennel Club hat das IHA-Team die Merlezeichnung neu eingeschätzt. Das ist die erste Anpassung seit Erscheinen. Die neuen Kriterien für die Zucht mit Merle lauten:
„Hunde mit sichtbarer Merlezeichnung können eine Zuchtzulassung unter folgender Bedingung erhalten: Der Züchter erklärt sich bereit, die Merlevarianten testen zu Lassen (Details zum Test folgen zeitnah). Wird der Merlefaktor nachgewiesen, muss der Züchter schriftlich erklären, dass der Hund nur mit einem Hund verpaart werden darf, der nachweislich keine Merlegenvariante trägt.“
In Deutschland ist die Verpaarung zweier Merles seit langem gesetzlich verboten, allerdings ist es fraglich, wer irgendwelche außerhalb der Zuchtvereine gezogenen Hunde überhaupt überprüft.
In den 6 Monaten, seit es die IHA-Regeln gibt, haben 1500 Hunde diese Einschätzung mitgemacht und zu 84% bestanden. Alle 10 Kriterien werden ständig überprüft. Die IHA steht jedermann zur Verfügung. Sie ist kostenlos, freiwillig und offen für jeden Züchter im UK. Nur etwa 20% der Züchter sind beim Royal Kennel Club eingetragen. Es geht der IHA darum, dass die Mehrzahl der Züchter verantwortungsvoll züchtet.
Die IHA ist stolz darauf, dass die lokalen Behörden im gesamten Königreich Teil ihrer Lizenzüberprüfung sind und weiterhin praktische, angemessene und nützliche Hilfestellung für Züchter aller Hunde bieten.
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