Zuchtstätte korrekt angeben

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Immer wieder bestehen Unklarheiten bezüglich des Eintrags zur Zuchtstätte. Gemeint ist hier nicht die Zuchtstätte, in der sich ein Hund gerade befindet, sondern in der er geboren wurde. Warum? Weil die Namensgebung nicht immer eindeutig ist. So hilft dieser Eintrag die Herkunft des Hundes zu verdeutlichen.

Hier ein Beispiel, wie kompliziert die Namensgebung sein kann. In England konnte man lange Zeit einen Welpen unter bestimmten Voraussetzungen unter dem eigenen Zwingernamen eintragen lassen. Der Züchter blieb der Züchter. Daher haben wir viele Hunde mit berühmten Zwingernamen, die gar nicht dort gezüchtet wurden. Damals war die Nachfrage nach Hunden aus dem Ausland so groß, dass bekannten Züchter sie nicht bedienen konnten. Aber die Käufer wollten keinen XY haben, sondern eben einen SOUNDSO. Meist hatten diese berühmten Züchter Deckrüden, wahre Deckstationen, die von anderen Züchtern gern genutzt wurden. „Champion“nachwuchs ließ sich eben auch für Privatkäufer besser verkaufen. Ich habe oft gehört, wenn ich in England Collies auf der Straße traf und nach der Herkunft fragte „the sire was a Champion!“, Zwingername, Züchter usw. erinnerte man nicht (es gab ja auch keine Ahnentafeln und nicht alle Welpen mussten eingetragen werden). Der Begriff Champion hat in England schon immer eine besondere Bedeutung. Auch wenn man nichts mit Hunden zu tun hatte, so war ein Champion immer ein Champion. Es war durchaus üblich, dass der Deckrüdenbesitzer die Erstwahl „pick of the litter“ hatte anstatt einer Deckgebühr. Kleinen Anfängerzüchtern war das gerade recht. Sie hätten nie eine Anfrage aus dem Ausland erhalten und ihre Welpen nur als Privathunde für kleines Geld abgeben können. So war man stolz darauf, wenn ein Hund ins Ausland ging, wenn auch unter einem fremden Zwingernamen, man blieb immer noch der Züchter! Wir haben viele Ladyparks, Dunsinanes usw., die nicht von Miss Grey oder Mrs. Chatfield gezüchtet wurden.

Zu unserem Beispiel oben: Clickam Ciraveen Black Cavan – er ging nach Deutschland.

Clickam ist er Name des für die damalige Zeit für seine blue merle Zucht berühmten Derek Smith. Ciraveen ist der Zwingername von G.L. Cheetham. Mr. oder Mrs. Cheetham waren demnach bei Dereks berühmten Vererber Clickam Night Superior zum Decken mit ihrer Bririch Blue Belle of Ciraveen. Bririch wiederum ist der Zwingername von Vera Hickson, die die Hündin an Cheetham verkauft hat, die ihren eigenen Zwingernamen anfügten. Man kann also davon ausgehen, dass Derek eine Anfrage aus Deutschland hatte und er den besten trico Rüden aus dem Wurf als Deckgeld auswählte und nach Deutschland verkaufte. Ciraveen Black Cavan… das war allerdings kein besonderes Markenzeichen… Clickam Ciraveen Black Cavan aber schon. Aber auf diese Weise wurde auch der Name Ciraveen zum Begriff.

Wir verstehen nun, warum im CBA die Zuchtstätte angegeben werden kann: Denn wer weiß was an diesem Namen z.B. tatsächlich die Zuchtstätte ist?? Clickam, Ciraveen oder gar Black Cavan? Diese Information ist für die weitere Bearbeitung im Hintergrund des Archivs nützlich.

Hier sehen wir ein weiteres Beispiel. Brettonpark Highlander of Dunsinane, geboren in der Zuchtstätte Brettonpark, war Deckrüde bei Dunsinane. Ihn nutzten die Cockrofts, die eng mit Audrey zusammenarbeiteten. Audrey wiederum übernahm einen Welpen und nannte ihn Drum Major of Dunsinane, aber geboren wurde er bei den Cockrofts und seine Geschwister heißen Leecroft…